Fremdenfeindlichkeit

         in der Country- und Line Dance Szene!


Ein unschönes Thema aber ein Muss, wer es nicht länger tolerrieren will.

Meine Erfahrungen beschränken sich auf 3 oder 4 Erlebnisse der letzten 15 Jahren. Deshalb kann man doch sagen, dass sich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unserem Metier als die absolute Ausnahme gilt.

Die letzte Erfahrung liegt im Sommer 2008 zurück und war nicht mein eigenes Erlebnis. Ich habe es später vom Veranstalter erfahren.                                                                                                                                    Es ist an diesem Abend ein Country-Künstler aufgetreten und es war noch ein Überaschungsgast angekündigt worden. Niemand musste wer es sein wird. Ich selbst, und bestimmt viele unter den Gästen auch, haben spekuliert und lange überlegt wer es sein könnte.

Nach dem ersten Set begann ich meinen ersten Line Dance Workshop.                                                             Am Ende, als alle Tänzer ihre erlernte Choreographie, fertig getanzt hatten, wurde der Überraschungsgast angesagt. Es war ein italienischer Schlagersänger, der sich beim Veranstalter und dem Country-Sänger bedankte hier auftreten zu dürfen. Auch während des Abends bedankte er sich, dass sogar die Line Dancer auf seine Musik tanzten. "Ein größeres Kompliment könne ein Sänger wohl kaum bekommen!" war seine Aussage.

Am Ende der Veranstaltung tritt einer der Gäste an der Veranstalter heran und beschwerte sich bei ihm:                                         "Warum muss so ein dreckiger Italiener hier auftreten;                                                                und dafür nehme ich noch eine weite Strecke in Kauf!"

Es muss erwähnt werden, dass dieser Abend nicht als Country- oder Line Dance-Veranstaltung deklariert war.                                                                                                                                                                       Das Recht eine Meinung zu haben und zu kritisieren steht jedem Menschen zu, jedoch nicht einen anderen seiner Herkunft oder Sprache zu beleidigen.                                                                                                      Was mich sehr verwundert hat, um nicht zu sagen erschreckt, war, dass ich diese Person kannte. Ich hatte es einfach nicht erwartet.

Was mich am meisten verwundert; ist die Tatsache, dass wir ein Hobby ausüben und eine Kultur repräsentieren, die aus Nordamerika stammt. Eine fremde Kultur, die nicht eine typische deutsche ist und dazu doch fremdenfeindlich sein verschließt sich mir absolut. Es ist ein Widerspruch.

Vor lange Zeit besuchte ich in Frankfurt eine Veranstaltung, auf der ein dunkelhäutiger Jazz-Sänger auf einer Country-Veranstaltung, aufgetreten ist. Der ganze Saal hat getobt und viele der Gäste haben sogar mitgesungen. Man sieht, dass es möglich ist auch auf einer Country-Veranstaltung andere Musik zu präsentieren ohne, dass jemand aus dem Rahmen fällt.

Das Thema sollte auf keinen Fall hochstilisiert werden, aber man sollte doch die Augen offen halten.                Die Devise lautet; wehret den Anfängen!